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Neues aus der Initiative kulturelle Integration


Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen - These 13

Im Berliner Zeitungsviertel, dem heutigen Areal des Axel-Springer-Neubaus, lebten bis zur ihrer Vertreibung oder Deportation in Konzentrationslager viele jüdische Familien. Um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, verlegte der Künstler Gunter Demnig am 26. Februar 2020 vor Ort Stolpersteine. Insgesamt werden in den kommenden Monaten dort 87 Stolpersteine verlegt. Kulturstaatsministern Prof. Monika Grütters nahm an der Verlegung vergangenen Mittwoch teil und sagte: „Mit den 87 Stolpersteinen wollen wir an die verfolgten und um ihr Leben gebrachten Menschen erinnern. Es ist wichtig, dass wir in unserem Alltag immer wieder aufs Neue ‚stolpern‘ über diesen unerträglichen Teil der deutschen Geschichte.“

Gunter Demnig und das Kunstprojekt der Stolpersteine wurden im Januar als Mensch des Monats auf der Webseite der Initiative kulturelle Integration vorgestellt. Hier geht es zum Interview mit Gunter Demnig.

Am 28. Januar 2020, einen Tag nach dem 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, lud die Initiative kulturelle Integration in das Haus des Deutschlandfunk Kultur zur Tagung ein: Wie wollen wir in Zukunft an die Shoah erinnern? – „Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen“. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Tagung.

Ja wir schaffen das! Integration gelingt - Deutsch lernen, Erwerbsarbeit und Bürgerschaftliches Engagement sind die Schlüssel (Olaf Zimmermann und Gabriele Schulz)

„Wir schaffen das“, dieser Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel im September 2016 ist zu einer Chiffre für die Flüchtlingspolitik im Sommer 2016 geworden und gehört sicherlich zu den meist zitierten und meist umstrittenen Sätzen der letzten Jahre. Vermutlich wurde in diesen Satz mehr hineininterpretiert, als eigentlich intendiert war.
Die vom Deutschen Kulturrat initiierte Initiative kulturelle Integration hat mit ihren 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ im Jahr 2017 eine gemeinsame Position vorgelegt, die von dem Grundverständnis getragen ist, dass Integration in der Vergangenheit in Deutschland gelungen ist und auch in Zukunft gelingen wird. Migration und Integration sind Bestandteil der europäischen und der deutschen Geschichte. 
Lesen Sie hier den vollständigen Text!

Integration in den Arbeitsmarkt ist auch ein Thema in der Initiative kulturelle Integration. Sie formulierte in These 14 „Erwerbsarbeit ist wichtig für Teilhabe, Identifikation und sozialen Zusammenhalt“. In diesem Zusammenhang sei beispielhaft eines unserer Projekte der Woche genannt: Das "NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge" betrachtet gemeinsames Arbeiten als entscheidenden Integrationsfaktor uns setzt genau dort an. Erfahren Sie hier mehr über das Netzwerk. 
Hier geht es zu allen Projekten der Woche!

Mensch des Monats - Februar 2020

Der Sozialaktivist und Autor Ali Can ist insbesondere als Initiator der „Hotline für besorgte Bürger“ sowie für den Hashtag #MeTwo bekannt. Anfang 2019 eröffnete in Essen das von ihm gegründete „VielRespektZentrum“ – ein Haus, in dem Respekt und Wertschätzung großgeschrieben werden. Für sein Engagement wurde Ali Can mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Jugenddemokratiepreis 2016 der Bundeszentrale für politische Bildung.

Hier geht es zum Interview mit Ali Can!


Termine
04.03.2020, Potsdam: Migrationspuzzle entlang der Oder: Forschungsergebnisse zur transnationalen Migration zwischen Deutschland und Polen
12.03.2020, Leipzig: Autorenlesung: „Leben mit Auschwitz – Momente der Geschichte und Erfahrungen der Dritten Generation“ – Andrea von Treuenfeld
13.03. - 15.03.2020, Dresden: 24 Stunden Diskussion 2020
Weitere interessante Veranstaltungen finden Sie hier.

Karriere
Bis 04.03.2020 bewerben: Kindermuseum ANOHA: Kommunikatoren/Vermittler/Pädagogen (m/w/d)
Bis 13.03.2020 bewerben: Gropius Bau: Volontariat im Bereich Kommunikation
Bis 28.02.2020 bewerben: Stiftung Sächsische Gedenkstätten: Wissenschaftlicher Referent (m/w/d) in der Gedenkstätte Bautzen
Weitere interessante Stellenausschreibungen finden Sie hier.

Ausschreibungen
Bis 31.03.2020 bewerben: Ausstellungsförderung der Kulturstiftung der Länder: „Kunst schauen“
Bis 31.03.2020 bewerben: Förderfonds Demokratie
Bis 24.04.2020 bewerben: Schülerwettbewerb des Akademischen Bildungs-Centrum e.V.: „Wir sind Vielfalt“
Weitere interessante Ausschreibungen finden Sie hier.

Rezension

Carsten Brosda. Die Kunst der Demokratie. Die Bedeutung der Kultur für eine offene Gesellschaft. Hamburg 2020

Nachdem Carsten Brosda, seines Zeichens Hamburger Senator für Kultur und Medien, Ende letzten Jahres mit "Die Zerstörung" ein Buch zu zerstörerischen Mechanismen von Politik, Gesellschaft und insbesondere Medien vorlegte, erschien im Februar dieses Jahres sein Buch "Die Kunst der Demokratie. Die Bedeutung der Kultur für eine offene Gesellschaft". War das erstgenannte Buch in erster Linie eine Beschreibung zerstörerischer Mechanismen, geht es in diesem darum, die Chancen der Kultur für eine demokratische Gesellschaft aufzuzeigen. Dabei stellt sich Brosda den gesellschaftlichen Veränderungen wie ästhetischen, politischen, sozialen und kulturellen Umbrüchen und reflektiert vor diesem Hintergrund, welchen Beitrag Kultur zum Diskurs leisten kann. Weiter setzt sich Brosda mit der sozialdemokratischen Idee »Kultur für alle«, mit Kultur und Heimat, der Erinnerungskultur, dem digitalen Umbruch sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft auseinander. Weiterlesen

Hier finden Sie weitere Rezensionen.


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Fax: 030-226 05 28-11

Verantwortlich:
Olaf Zimmermann,
Sprecher der Initiative kulturelle Integration
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates