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Newsletter der Initiative kulturelle Integration
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute, am 3. Oktober, feiern wir den Tag der Deutschen Einheit. Heute, vor 29 Jahren, trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik beitrat. Nach 45 Jahren waren Ost- und Westdeutschland wieder vereint und die Teilung Deutschlands damit offiziell überwunden. Doch wie steht es um das Einheitsgefühl in der Bundesrepublik knapp 30 Jahre nach dem Einigungsvertrag?

Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland immer noch. Die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben zuletzt gezeigt, dass die politische Unzufriedenheit besonders in den ostdeutschen Bundesländer groß ist. Doch die Differenzen sind nicht nur im politischen und wirtschaftlichen, sondern auch im gesellschaftlichen Bereich zu verorten.

Seit der Wiedervereinigung ist eine ganze Generation aufgewachsen, die mit der Teilung Deutschlands nie in Berührung kam und auch keine Erinnerungen mehr an diese Zeit hat. Wie geht man damit um? Wie kann man die Erinnerung an ein geteiltes Deutschland auch kommenden Generationen vermitteln? Fragen, denen man sich auf allen Ebenen - Politik, Wirtschaft, Gesellschaft - aber auch in der Initiative kulturelle Integration widmen wird.

Mit herzlichen Grüßen


Olaf Zimmermann 
Sprecher der Initiative kulturelle Integration 
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates


News

Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober - Der Tag der offenen Moschee fand erstmals 1997 statt. 2007 hat der Koordinationsrat der Muslime (KRM) die Federführung für diesen Tag des Miteinanders und Kennenlernens übernommen. Das diesjährige Motto lautet: "Menschen machen Heimat/en“. Erfahren Sie hier mehr zum TOM.

Bundesweiter Kinostart des Films „Deutschstunde“ am 3. Oktober - Nach dem gleichnamigen Weltbestseller von Siegfried Lenz und unter der Regie des preisgekrönten Christian Schwochow erzählt DEUTSCHSTUNDE in einer kongenialen Umsetzung und mit prominenter Besetzung auf eindringliche Weise von Deutschland in der NS-Zeit und der Rolle, die bedingungslose Pflichterfüllung darin spielte. Schauen Sie sich hier den Trailer an!

16. Startsocial-Wettbewerb: Die 100 Stipendiaten stehen fest - Zum 16. Mal zeichnet startsocial 100 soziale Organisationen, Projekte und Ideenträger aus ganz Deutschland mit Beratungsstipendien aus. Die geförderten Initiativen erhalten ein viermonatiges Coaching mit erfahrenen Fach- und Führungskräften sowie vielfältige Netzwerk- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Der startsocial-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einen Überblick über die 100 geförderten Initiativen finden Sie hier!


Projekt der Woche

Mit dem "Projekt der Woche" wollen wir außergewöhnliche und inspirierende Projekte vorstellen, welche einen besonderen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt leisten. Damit soll auch die Vielfältigkeit der Initiativen und des Engagements in diesem Bereich aufgezeigt werden.

Seit über fünf Jahren setzen sich „CHAMPIONS ohne GRENZEN e.V.“ (CHoG) für Teilhabe und Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft ein. Sport, insbesondere Fußball, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für nachhaltige Integration. Es fördert Menschen mit Migrationsbiografien, in die Gesellschaft hineinzuwachsen und sie aktiv mitzugestalten.

Hier finden Sie nähere Informationen über "CHAMPIONS ohne GRENZEN".

Die Geschichte der Migrationsgesellschaft ist die Geschichte aller in Deutschland lebenden Menschen, unabhängig davon, ob sie über eine eigene Migrationserfahrung verfügen oder nicht. Dennoch dominiert in Deutschland immer noch ein Geschichtsbild, das die prägenden Einflüsse von Migration weitestgehend ausblendet. Das öffentliche Vergessen der Migrationsgeschichte schafft auch einen Nährboden für rechte und rassistische Akteure, die behaupten, dass es eine homogene deutsche Gesellschaft geben könne.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt  "#Meinwanderungsland". 


Mensch des Monats - Oktober 2019

Mit seinem Song „Die Demokratie ist weiblich“ setzt sich Sebastian Krumbiegel für mehr Gemeinschaft, Toleranz und gegenseitiges Verständnis ein. Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich der Leipziger Sänger der Band Die Prinzen und Mitbegründer des Festivals „Leipzig zeigt Courage“ politisch.

Hier geht es zum Interview mit Sebastian Krumbiegel.


Termine
10. - 12.10.2019, Frankfurt am Main: Frankfurter Forum Junges Theater 2019: zusammen+arbeiten
15.10.2019, Berlin: Zweites Symposium der Reihe „Historische Urteilskraft“: documenta. Geschichte / Kunst / Politik
18.10.2019, Jena: Vortrag und Diskussion „Gefährdete Demokratie: Ursachen, Quellen und Gegenstrategien“ im Rahmen der Reihe „Gesellschaftsvisionen“
Weitere interessante Termine finden Sie hier.

Ausschreibungen
Seit 01.10.2019 läuft die Beweberung für die Studienförderung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks
Bis 15.10.2019 bewerben: Internationaler Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts
Bis 31.10.2019 bewerben: Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung: „Wir können Kunst“
Weitere spannende Ausschreibungen finden Sie hier.

Rezension

Andreas Petersen. Die Moskauer: Wie das Stalintrauma die DDR prägte. Frankfurt/Main 2019

Eine Frage bewegt derzeit die politischen Debatten: Warum wählen so viele Menschen in Ostdeutschland die AfD, warum fühlen sie sich von autoritären Parteien angesprochen, warum glauben sie den Versprechungen?

Das Buch „Die Moskauer. Wie das Stalintrauma die DDR prägte“ von Andreas Petersen gibt darauf zwar keine direkten Antworten, bietet aber Einblicke in das Denken und Handeln der Generation, derjenigen, die die DDR aufbauten. Anhand von Lebensläufen zeigt Petersen exemplarisch auf, wie der Stalinismus jene Kommunisten, die voller Enthusiasmus in den 1920er und 1930er Jahren in der Sowjetunion den Sozialismus mitaufbauen wollten, deformierte. Wie durch Denunziation und Verfolgung Leben zerstört wurde. Weiterlesen

Hier finden Sie weitere Rezensionen.


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Fax: 030-226 05 28-11

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Olaf Zimmermann,
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates