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Der kulturpolitische Wochenreport (48. KW)
Schwerpunkt: Mit Rechten reden?, Die Vielen, Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus, Debatte, Wachgeküsst


Sehr geehrte Damen und Herren, 

„Der Deutsche Kulturrat und die AfD sind sich spinnefeind. Dennoch streiten Olaf Zimmermann und Marc Jongen offen über Politik und Kunst, Migration und Toleranz.“ Mit diesem Satz eröffnet Cicero in seiner Dezemberausgabe das Gespräch des kulturpolitischen Sprecher der AfD im Deutschen Bundestag und mir. Auf acht Seiten dürfen wir uns ausgiebig streiten.

Am 12. November nahm ich als Sprecher der Initiative kulturelle Integration eine Einladung der AfD Bundestagsfraktion in den Deutschen Bundestag an und diskutierte mit AfD-Vertretern über das Thema "Zusammenhalt in Vielfalt - 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt".

Und bereits im letzten Jahr saß ich gemeinsam mit Ulrich Khuon, (Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Intendant Deutsches Theater Berlin) in Magdeburg auf einem Podium mit einem AfD-Vertreter und stritt über Theaterpolitik.

Kann man, oder besser darf man mit Rechten überhaupt reden?

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir, die im Kulturbereich Verantwortung tragen, diese Herausforderung annehmen müssen, da viel zu viele Menschen von dem rechten, populistischen Virus infiziert worden sind. Es ist auch unsere Aufgabe die Demokratie in unserem Land zu schützen, das heißt wir müssen auch selbst Vorbild und gesprächsbereit sein. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass Argumente dauerhaft ihre Wirkung nicht verfehlen.

Aber wie sehen Sie das? Schreiben Sie mir bitte: post@kulturrat.de.

Mit freundlichen Grüßen


Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
twitter.com/olaf_zimmermann



PS. Lesen Sie zum Thema auch meinen Text "Alte und Neue Rechte - Was unterscheidet die Neue Rechte vom Rechtspopulismus?"




Wo bleibt die Pluralität: Streitgespräch zwischen Olaf Zimmermann und Marc Jongen im Cicero (Dezember 2018)



Diakonie veröffentlicht Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus

Die Diakonie hat vorgestern in Berlin eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus vorgestellt. "Sie richtet sich an alle, die in der Diakonie jeden Tag engagiert an der Seite der Menschen arbeiten", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte stellt auch die Diakonie vor neue Herausforderungen. Wir dulden in unseren Einrichtungen keinen Rassismus oder Antisemitismus, keine Ausgrenzung oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", erklärt der Diakonie-Chef weiter.

Die Handreichung könnte Vorbild auch für uns im Kulturbereich sein.

Die Handreichung der Diakonie kann hier geladen werden (pdf-Datei)


Debatte der Bundeszentrale für politische Bildung: Soll man mit Neonazis reden?

Zu den Grundsätzen einer Demokratie gehört es, miteinander zu reden und Konflikte verbal auszutragen. Daher wirkt es auf den ersten Blick durchaus legitim, wenn Rechtsextreme fordern, dass auch mit ihnen geredet wird – sei es in Fernsehsendungen, bei Bürgerversammlungen oder Podiumsdiskussionen. Immer wieder stehen Demokraten vor der Frage, ob sie dem nachkommen wollen. Manche lehnen dies ab, mit Verweis auf die undemokratischen Ansichten des Gegenübers, oder aus Sorge, sie durch das Gespräch aufzuwerten. Soll man mit Neonazis reden? Und wenn ja, wie? Oder falls nein, warum nicht?

Lesen Sie die Debatte der Bundeszentrale für politische Bildung hier nach.



Erklärung der Vielen: Jetzt können auch Privatpersonen die Erklärung unterzeichnen!


Unterzeichnen:




Neuerscheinung: Wachgeküsst - 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes 1998 – 2008

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Deutscher Kulturrat e.V.
Taubenstr. 1
10117 Berlin

Web: www.kulturrat.de
E-Mail: post@kulturrat.de

Tel: 030-226 05 28-0
Fax: 030-226 05 28-11

Verantwortlich:
Olaf Zimmermann,
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates