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Der kulturpolitische Wochenreport (36. KW)
Heimatministerium, Kommentare und Texte, Pressemitteilungen zu Chemnitz, Politik & Kultur, Wachgeküsst: KMK-Präsident gefeuert, Stellenausschreibung


Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Migration sei die Mutter aller politischen Probleme in Deutschland, hat Innenminister Horst Seehofer gesagt. Seehofers Äußerung zu Migration ist falsch. Punkt.

Aber wollen wir wirklich weiterhin über jedes Stöckchen springen, was uns von Politikern hingehalten wird, wo soll das hinführen.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD ist vereinbart, dass das Bundesministerium des Innern (BMI) um die Bereiche "Bau und Heimat" erweitert wird. Damit wird dieses Ministerium für den Kulturbereich wieder deutlich interessanter, egal wer Innenminister ist.

Zum einen war und ist das klassische Innenministerium mit seiner Verantwortung für Fragen der Integration und der Religionsgemeinschaften schon immer im Fokus des Kulturbereiches. Bis vor 20 Jahren war auch die Verantwortung für Kulturpolitik in der Bundesregierung in der Abteilung Kultur des Innenministeriums verortet. Durch die Einsetzung eines Kulturbeauftragten der Bundesregierung im Bundeskanzleramt änderte sich dies nachhaltig.

Durch die Initiierung der Initiative kulturelle Integration durch den Deutschen Kulturrat und die Kooperation unter anderem mit dem Innenministerium wurde die Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren unter dem Innenminister Thomas de Maizière im Bereich Integration deutlich intensiviert.

Beide neue Themenfelder des BMI – Bau und Heimat – sind im Kern Kulturthemen und eng miteinander verbunden.

Inhaltlich wie strukturell bereitet sich das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat auf eine deutliche Erweiterung seiner Kompetenzen, aber auch seines Selbstverständnisses vor. Der vom Ministerium beschriebene Heimatbegriff ist erfreulich modern und wenig ausgrenzend. Doch bleibt bislang vollständig unklar, wie dieser begrüßenswerte offene Heimatbegriff mit den Äußerungen von Bundesinnenminister Horst Seehofer in Deckung zu bringen ist.

Das neue Innenministeriums ist zu wichtig, das wird mir immer deutlicher, um es alleine dem Innenminister zu überlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
twitter.com/olaf_zimmermann



PS. Einen ausführlichen Bericht von Gabriele Schulz und mir zum Thema unter dem Titel "Heimatministerium – Wie soll das gehen?" finden Sie hier.



Aktuelle Kommentare + Texte

  • Vorhang auf? Von Christian Stäblein

    Wie verändert uns die Digitalisierung – unser Zeitgefühl, unsere Art zu lieben, zu leben, zu glauben.
  • Migrantentagebuch, erster Eintrag: Heimat Von Marwa Abidou

    "Was bedeutet Heimat?" Diese Frage schien mir immer sehr verdächtig. Wenn ich zurückblicke, erinnere ich mich an meine geduldigen Versuche, eine Antwort dafür zu finden. Nur für den Augenblick schien mir die Antwort vernünftig zu sein.
 

  • Grevens Einwurf: Ermutigt Euch! Von Ludwig Greven

    Auch bei uns erlebt die AfD weiter einen Höhenflug. Die Bemühungen von CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer, sie in der Flüchtlingspolitik rechts zu überholen, haben sie noch bestärkt.





Pressemitteilungen zu Chemnitz



Politik & Kultur September/Oktober 2018 ist erschienen

Themen der Ausgabe:

Deutscher Buchmarkt: Lesen Sie?!: Spezial zur Frankfurter Buchmesse  
Heimatministerium: Zurück zur Kultur: Das Bundesinnenministerium erweitert die Kompetenz und das Selbstverständnis  
Kulturförderung: Vom Problem zur Lösung: Wie können Musik, Verlage, Medien und Computerspiele besser gefördert werden?  
Interkultureller Dialog: Gleichberechtigung & Respekt: Wie kann der Dialog zwischen den Kulturen langfristig erfolgreich gelingen?  
GEZ-Urteil: Finanzierung für Qualität & Vielfalt: Was bedeutet das Urteil zum Rundfunkbeitrag des Bundesverfassungsgerichts?  
Weitere Themen: kulturelle Teilhabe, Humboldt Forum, Spezialbibliotheken: ifa-Bibliothek, Mehrsprachigkeitspolitik der Europäischen Union,  Kulturerbe – Sharing Heritage: ESACH, „Europa in Westfalen“, Goethe-Institut Spanien, Europäische Kulturhauptstadt Leeuwarden, Friedensprozess in Kolumbien, 25 Jahre ConBrio Verlag, Reiner Hoffmann im Porträt, Brexit, Online-Magazin Café Babel, gamescom congress: Erinnerungskultur in Computerspielen  


Kulturelle Integration: Einladung zu zwei Podiumsdiskussionen am 10. und 11. September 2018 in Berlin

Zwei Kooperationsveranstaltungen mit dem Deutschen Kulturrat und der Initiative kulturelle Integration

Ort: Katholische Akademie in Berlin e.V., Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Über das Thema: Religion – ein entscheidender Integrationsfaktor? diskutieren am Montag, dem 10. September 2018, um 19.00 Uhr
  • Prälat Dr. Karl Jüsten (Leiter des Katholischen Büros),
  • Dr. Markus Kerber (Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat),
  • Prof. Dr. Ulrike Kostka (Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin),
  • Thomas Schmid (Journalist und Autor).
Moderation: Joachim Hake (Berlin).


Über das Thema: Geschlechtergerechtigkeit – ein entscheidender Integrationsfaktor? diskutieren am Dienstag, dem 11. September 2018, um 19.00 Uhr
  • Seyran Ateş (Rechtsanwältin und Autorin),
  • Schwester Dr. Katharina Ganz OFM (Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen),
  • Sven Lehmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen),
  • Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates).
Moderation: Dagmar Mensink (Frankfurt)

Zur Vorbereitung des Abends erbitten wir Ihre Anmeldung per Telefon unter (030) 28 30 95-116 oder per E-Mail an: a.klaunick@katholische-akademie-berlin.de

Wachgeküsst - Dokumentenschau Nr. 4 - KMK-Präsident wird 1960 in die Wüste geschickt

Bei der Erarbeitung des Buches "Wachgeküsst: 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes - Bundeskulturpolitik von 1998 - 2018" fallen uns viele interessante Dokumente zur Kulturpolitik der letzten 70 Jahre in die Hand. Bis zum Erscheinen des Buches am 15. Oktober präsentieren wir hier jede Woche ein altes spannendes Dokument.
Heute: Joachim Tiburtius, Senator für Volksbildung in Berlin, wird am 11.02.1960 zum Rücktritt als Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) gedrängt. Er hatte sich kurz vorher auf einem CDU-Parteitag für ein Bundeskultusministerium ausgesprochen, dass sich mit Wissenschaftsförderung und Kunstpolitik beschäftigen solle.



Wachgeküsst: 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes - Bundeskulturpolitik von 1998 - 2018
Herausgeber Olaf Zimmermann, Redaktion Gabriele Schulz
ISBN 13-978394730-810-1, Verlag Deutscher Kulturrat, > 300 Seiten, Erscheinungsdatum 15.10. 2018

  • Bestellen Sie bis zum 13.10.2018 das Buch zum Subskriptionspreis von 14,10 Euro hier vor.
  • Ab dem 14.10.2018 kostet das Buch regulär 18,80 Euro.


Deutscher Kulturrat sucht studentische/n Mitarbeiter/in

Die Geschäftsstelle des Deutschen Kulturrates sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n studentische/n Mitarbeiter/in. Lesen Sie hier die Ausschreibung hier.

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Web: www.kulturrat.de
E-Mail: post@kulturrat.de

Tel: 030-226 05 28-0
Fax: 030-226 05 28-11

Verantwortlich:
Olaf Zimmermann,
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates