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Der kulturpolitische Wochenreport (35 KW)
Elite, Politik & Kultur, Dossier Älterwerden, Kulturministerrat, Diskussionen, Erinnerungskultur, Wachgeküsst: Verfassungsklage gegen Bundespräsidenten, Pressemitteilungen


Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Bosch-Stiftung, die Joachim Herz Stiftung, die BMW Foundation Herbert Quandt und die Stiftung Mercator haben gerade einige Ausbildungsplätze (Trainees) ausgeschrieben. Die Anforderungen an die Bewerber sind gigantisch:
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Magister oder Master) in einem geistes-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fach mit überdurchschnittlichem Erfolg
  • Erste berufliche Erfahrungen
  • Nachweislicher Auslandsaufenthalt (min. 6 Monate) und außeruniversitäres Engagement
  • Hohe soziale und interkulturelle Kompetenz gepaart mit Lern- und Einsatzbereitschaft
  • Ausgeprägte konzeptionelle und analytische Fähigkeiten sowie unternehmerisches Denken und Führungspotenzial
  • Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit plus Eigeninitiative und Teamgeist
  • Hervorragende Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift; weitere Fremdsprachen sind von Vorteil
Gibt es solche Bewerber wirklich? Überdurchschnittlicher Erfolg im Studium, gleichzeitig außeruniversitäres Engagement, natürlich ein Auslandsaufenthalt, hohe soziale und interkulturelle Kompetenz gepaart mit unternehmerischem Denken, Selbstständigkeit plus Teamgeist und und ....

Wenn ich in meine eigene Vita schaue, muss ich kleinlaut eingestehen, bei diesen Stiftungen hätte ich nie auch nur die geringste Chance auf ein Trainee gehabt. Und ich frage mich, wenn es solche Menschen wirklich geben sollte, können sie mit diesen Super-Fähigkeiten noch sozialverträglich sein?

Wir im Deutschen Kulturrat verlangen natürlich bei unseren Stellenausschreibungen auch einiges, zum Beispiel ein abgeschlossenes Hochschulstudium, aber auch vergleichbare außeruniversitäre Leistungen werden bei uns anerkannt.

Ich gebe zu, mir macht die Ausbildungsausschreibung der o.g. Stiftung große Sorgen. Unsere Gesellschaft driftet gerade immer mehr auseinander, nicht nur wegen pöbelnden, rechten Schreihälsen, sondern auch wegen einer Bildungselite, die zu weit weg ist vom normalen Leben.

Außerdem mache ich mir auch Sorgen über die Jugendlichen, die diese Ausschreibung lesen. Viele werden höchstwahrscheinlich wirklich glauben, man würde eine solche Vita brauchen, um im Beruf erfolgreich zu sein. Der Druck für die Jungen ist jetzt schon groß, solche übertriebenen Anforderungsprofile steigern ihn nochmals.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Zimmermann
Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
twitter.com/olaf_zimmermann




Politik & Kultur September/Oktober 2018 ist erschienen

Themen der Ausgabe:

Deutscher Buchmarkt: Lesen Sie?!: Spezial zur Frankfurter Buchmesse  
Heimatministerium: Zurück zur Kultur: Das Bundesinnenministerium erweitert die Kompetenz und das Selbstverständnis  
Kulturförderung: Vom Problem zur Lösung: Wie können Musik, Verlage, Medien und Computerspiele besser gefördert werden?  
Interkultureller Dialog: Gleichberechtigung & Respekt: Wie kann der Dialog zwischen den Kulturen langfristig erfolgreich gelingen?  
GEZ-Urteil: Finanzierung für Qualität & Vielfalt: Was bedeutet das Urteil zum Rundfunkbeitrag des Bundesverfassungsgerichts?  
Weitere Themen: kulturelle Teilhabe, Humboldtforum, Spezialbibliotheken: ifa-Bibliothek, Mehrsprachigkeitspolitik der Europäischen Union,  Kulturerbe – Sharing Heritage: ESACH, „Europa in Westfalen“, Goethe-Institut Spanien, Europäische Kulturhaupstadt Leeuwarden, Friedensprozess in Kolumbien, 25 Jahre ConBrio Verlag, Reiner Hoffmann im Porträt, Brexit, Online-Magazin Café Babel, gamescom congress: Erinnerungskultur in Computerspielen  


Neuerscheinung: Von 0 auf 100? Dossier "Älterwerden als Kulturschaffende"  

Wir werden alle täglich älter. Das Altern ist unvermeidlich, es sei denn, jemand stirbt in jungen Jahren und bleibt „für immer jung“ in der Erinnerung. Neben dem biologischen Älterwerden gehört zum Altern das soziale Älterwerden. Aufgrund der demografischen Entwicklung gehört Deutschland zu den alternden Gesellschaften, d. h. der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft steigt, entsprechend sinkt der der Jüngeren. 
  • Wie nehmen Kulturschaffenden das Älterwerden war?
  • Welche Herausforderungen bringt es in den einzelnen Sparten des Kulturbetriebes mit sich?
  • Wir gehen Tänzerinnen und Tänzer mit dem Alter um, wie bildende Künstlerinnen und Künstler?
  • Spielt das Alter für Regisseurinnen und Regisseure eine Rolle?
  • Wie beeinflusst die Anzahl der Lebensjahre Journalistinnen und Journalisten?
Lesen Sie dies und mehr im neuen Dossier:



Kulturministerrat: Bundesländer wollen mit neuem Gremium mehr Mitsprache in der Kulturpolitik

Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen, fordert einen gemeinsamen Länderrat für die Kultur.







Kulturelle Integration: Einladung zu zwei Podiumsdiskussionen am 10. und 11. September 2018 in Berlin

Zwei Kooperationsveranstaltungen mit dem Deutschen Kulturrat und der Initiative kulturelle Integration

Ort: Katholische Akademie in Berlin e.V., Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Über das Thema: Religion – ein entscheidender Integrationsfaktor? diskutieren am Montag, dem 10. September 2018, um 19.00 Uhr
  • Prälat Dr. Karl Jüsten (Leiter des Katholischen Büros),
  • Dr. Markus Kerber (Staatssekretär im Bundesministerium des Innern),
  • Prof. Dr. Ulrike Kostka (Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin),
  • Thomas Schmid (Journalist und Autor).
Moderation: Joachim Hake (Berlin).


Über das Thema: Geschlechtergerechtigkeit – ein entscheidender Integrationsfaktor? diskutieren am Dienstag, dem 11. September 2018, um 19.00 Uhr
  • Seyran Ateş (Rechtsanwältin und Autorin),
  • Schwester Dr. Katharina Ganz OFM (Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen),
  • Sven Lehmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen),
  • Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates).
Moderation: Dagmar Mensink (Frankfurt)

Zur Vorbereitung des Abends erbitten wir Ihre Anmeldung per Telefon unter (030) 28 30 95-116 oder per E-Mail an: a.klaunick@katholische-akademie-berlin.de


WDR 3 Forum: Erinnerungskultur in Computerspielen

Wie kann es gelingen, künstlerische Ansätze für Computerspiele fruchtbar zu machen? Max von Malotki diskutiert mit Andreas Lange, Christian Schiffer, Olaf Zimmermann und Jörg Friedrich.

Hier können Sie die Diskussion schon vor der Ausstrahlung der Sendung am 07.10.2019 hören:



Wachgeküsst - Dokumentenschau Nr. 3 - Verfassungsklage gegen den Bundespräsidenten 1957

Bei der Erarbeitung des Buches "Wachgeküsst: 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes - Bundeskulturpolitik von 1998 - 2018" fallen uns viele interessante Dokumente zur Kulturpolitik der letzten 70 Jahre in die Hand. Bis zum Erscheinen des Buches am 15. Oktober präsentieren wir hier jede Woche ein altes spannendes Dokument.


Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen verklagten am 25. Juli 1957 den Bundespräsidenten Theodor Heuss, weil er das Gesetz zur Errichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz durch seine Unterschrift in Kraft gesetzt hatte. Zwei Jahre später unterlagen die Länder vor dem Bundesverfassungsgericht. Das Bundesverfassungsgericht begründete sein Urteil mit der national-repräsentativen Funktion der Kunstsammlung und dem daraus erwachsenen überwiegenden Interesse des Bundes an der Erhaltung für das ganze deutsche Volk.

Das vergrößerte Dokument kann hier an gesehen werden.


Wachgeküsst: 20 Jahre neue Kulturpolitik des Bundes - Bundeskulturpolitik von 1998 - 2018
Herausgeber Olaf Zimmermann, Redaktion Gabriele Schulz
ISBN 13-978394730-810-1, Verlag Deutscher Kulturrat, > 300 Seiten, Erscheinungsdatum 15.10. 2018

Im Oktober 2018 wird die Bundesbehörde "Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien" 20 Jahre alt. Ende der 1990er Jahre als neue Behörde gegründet und organisatorisch an das Bundeskanzleramt angebunden, musste sie ihren Platz erst fnden. Es ging einerseits darum, eine eigene Position mit Blick auf die Länder und deren sogenannter Kulturhoheit zu entwickeln und andererseits im Konzert der Bundesministerien zu einer eigenen Stimme zu finden und insbesondere mit Blick auf die Gesetzgebung zu einem eigenständigen Akteur zu werden. Das vorliegende Buch beschreibt diesen Weg.

Mit Beiträgen von u. a. von: Simone Barrientos, Gerhart Baum, Gabriele Beger, Frithjof Berger, Maria Bering, Sigrid Bias-Engels, Carsten Brosda, Johann-Hinrich Claussen, Gitta Connemann, Hartmut Dorgerloh, Hartmut Ebbing, Felix Falk, Jörg Freese, Max Fuchs, Daniel Gad, Katharina Görder, Dieter Gorny, Rupert Graf Strachwitz, Monika Griefahn, Erhard Grundl, Monika Grütters, Kathrin Hahne, Gerd Hannesen, Klaus Hebborn, Markus Hilgert, Benjamin-Immanuel Hoff, Christian Höppner, Hans Jessen, Marc Jongen, Karl Jüsten, Susanne Keuchel, Jakob Johannes Koch, Martin Maria Krüger, Klaus-Dieter Lehmann, Uwe Lübking, Gilbert Lupfer, Aiman Mazyek, Udo Michallik, Regine Möbius, Elisabeth Motschmann, Michael Naumann, Bernd Neumann, Uwe Neumärker, Knut Nevermann, Julian Nida-Rümelin, Hans-Joachim Otto, Hermann Parzinger, Gerhard Pfennig, Jan-Ole Püschel, Heike Raab, Martin Rabanus, Stefan Rhein, Claudia Roth, Günther Schauerte, Oliver Scheytt, Barbara Schneider-Kempf, Gabriele Schulz, Barbara Seifen, Charlotte Sieben, Norbert Sievers, Robert Staats, Wolfgang Thierse, Isabel Tillmann, Friedhelm Unverdorben, Matthias Theodor Vogt, Hortensia Völckers, Matthias Weber, Christina Weiss, Günter Winands und Olaf Zimmermann.
  • Bestellen Sie bis zum 13.10.2018 das Buch zum Subskriptionspreis von 14,10 Euro hier vor.
  • Ab dem 14.10.2018 kostet das Buch regulär 18,80 Euro.



Pressemitteilungen 35 + 34 KW

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Olaf Zimmermann,
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